Metamorphose in Gemert-Bakel

In Gemert-Bakel bildete sich um die Jahrtausendwende eine breite Koalition aus Landwirten, die einen alternativen Broterwerb suchten, einer Gruppe von Sportlern, die einen Golfplatz bauen wollten, einer Gemeinde, die Ausschau nach neuen Arbeitsplätzen hielt, und einer Wasserbehörde, die den Bächen wieder einen natürlichen Lauf geben wollte. Hinzu kam Teunesen, das der Gesellschaft als Entschädigung für die Rohstoffgewinnung etwas Besonderes zurückgeben wollte. Die Zusammenarbeit resultierte im integralen Gebietsprogramm (Integraal Gebiedsprogramma, IGP) Bakel-Milheeze, einem Plan mit viel Raum für neue Entwicklungen. Rund um De Bakelse Plassen ist so ein ambitioniertes Erholungs- und Naturgebiet entstanden. Eine Metamorphose, deren Motor für eine attraktive Zukunft von Gemert-Bakel der Sand- und Kiesabbau ist.

 

„Vertrauen und Verständnis für die Position des Anderen“

Er zweifelt keinen Moment. „Ja, es war die Mühe wert. Gemeinsam haben wir etwas Schönes geschaffen.” Der pensionierte Altbürgermeister Jan van Maasakkers von Gemert-Bakel spricht noch heute voller Leidenschaft über die Verwandlung rund um De Bakelse Plassen.

 

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Besonderheiten

Die Landwirtschaft ist einem attraktiven Seengebiet mit natürlichen Ufern, Grasland, Wäldern und Tümpeln, einschließlich angelegten Wander- und Radwegen, Vogelbeobachtungsstationen, Uferschwalbenwänden und Insektenmauern gewichen. Inmitten der Natur liegt ein Golfplatz mit (inter-)nationalem Anspruch.

Die Landschaft beherbergt eine vielfältige Flora und Fauna mit dem seltenen Mittleren Sonnentau, Sumpf-Bärlapp und Torfmoosen. In den Heideflächen wird die lebendgebärende Eidechse immer häufiger beobachtet. Und auch zahlreiche Insekten und Schmetterlinge, wie Schwalbenschwanz, Großes Ochsenauge, Kleines Wiesenvögelchen, Hauhechel-Bläuling und Schwarzkolbiger Braun-Dickkopffalter, Sumpfschrecke, Scharlachlibelle, Wespenspinne und Brauner Waldvogel, fühlen sich hier heimisch. Vögel, wie Bekassine, Rohrammer und die hier äußerst seltene Rohrdommel, wurden vielfach gesichtet. Das Gebiet schließt sich wunderbar an die ausgedehnten Wälder des Stippelberg an.

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Umfang und Dauer

Es wurde ein Gebiet von über 35 Hektar für die Entwicklung neuer Natur als Ausgleich für den Sand- und Kiesabbau angelegt. Der Golfplatz liegt an den Ufern des westlichen Gewinnungsgebiets mit verlängerten Bächen als ökologische Bindeglieder, die sich am Golfplatz entlang und durch den Golfplatz hindurch schlängeln. Zu diesem See gehört auch ein Tauchspot. Am östlichen See wurde beim Ferienpark Nederheide ein Naturhafen (Besucherzentrum, Hotel, Restaurant und Ferienhäuser und Gastgewerbe) realisiert und ein Badestrand angelegt. Die Gewinnung wird noch bis Ende 2026 fortgeführt.

Sand- und Kiesabbau

Der Sand- und Kiesabbau ist Teil des integralen Gebietsprogramms (Integraal Gebiedsprogramma, IGP) Bakel-Milheeze Noord. Die Ausführung erfolgt durch Teunesen mit der Betriebsgesellschaft Exploitatiemaatschappij De Peelhorst Zand en Grint in einer öffentlich-privaten Partnerschaft mit der Gemeinde Gemert-Bakel, der Wasserbehörde Waterschap Aa en Maas, der Provinz Nordbrabant und der Südlichen Landwirtschafts- und Gartenbauorganisation ZLTO.

Verwaltung

Die Verwaltung liegt im Auftrag von De Peelhorst heute in den Händen eines Naturgarten-Bauunternehmens.

 

Zukunft / Erweiterungspläne

Es läuft ein Erweiterungsverfahren für eine Fläche von ungefähr 20 Hektar. Hierbei handelt es sich um das Projekt Witrijt auf einem Grundstück in Richtung Milheeze. Der künftige See und die umliegende Natur sollen mittels eines Wasserinfiltrationssystems für Natur und Landwirtschaft auch eine Rolle bei der Bekämpfung von Trockenheit spielen. Hierbei arbeitet Teunesen mit der Wasserbehörde zusammen. Über die Herrichtung mit einem Waldgarten mit essbaren Pflanzen und Sträuchern, Wander- und Radwegen wurde umfassend Rücksprache mit der Nachbarschaft gehalten.