Zwischen Kammmolchen, Bienen und archäologischen Sensationsfunden

Der neueste Standort von Teunesen in Deutschland ist die Kiesbaggerei Knappheide. Hier haben Kammmolche – eine geschützte Amphibienart – und Wild- und Honigbienen eine Heimat gefunden. Die Knappheide begeistert durch die preisgekrönte Bienenweide nicht nur Imker und Kinder. Auch Archäologen sind hier auf der Suche nach antiken Überresten schon oft fündig geworden.

Die Abgrabung Knappheide liegt logistisch sehr günstig direkt an der B 9 und A 57 zwischen Weeze und Goch. Mit der Pflanzung von Winterlinden und der Anlage einer großen Bienenweide begeisterte Teunesen 2013 den Kreisimkerverband. Jedes Jahr nach der Rapsblüte stellt ein Imker einen Bienenwagen am Standort auf. Aber nicht nur Honigbienen finden hier reichlich Nahrung. Auch für Wildbienen gibt es ein großes Angebot an Nektar und vielfältige Nistplätze.

Eine stabile Nahrungsgrundlage für Wildbienen

Vorsitzender Georg Kersten vom Kreisimkerverband des Kreis Kleve stellt jeden Frühling seinen Bienenwagen mit 6 Bienenstöcken auf dem Gelände in Knappheide auf. Interessierte können einen Blick darauf werfen. Teunesen unterstützt diese Initiative von ganzem Herzen: Bienen spielen eine wichtige Rolle in der Natur und das Gebiet um den See ist ideal für sie.

ZUM INTERVIEW

Besonderheiten

Das Wildbienenprojekt bescherte Teunesen 2019 den ersten Platz in der Kategorie „Soziales“ des Nachhaltigkeitswettbewerbs der deutschen Gesteinsindustrie . Im Rahmen des Projekts füllten insgesamt 260 Kinder ein Wildbienenhaus mit selbstgebauten Nistkästen. Auf einem Wildbienenlehrpfad erfuhren sie in einer Projektwoche allerlei Wissenswertes über diese gefährdeten Insekten.

Die Abgrabung ist auch für Archäologen sehr interessant. Mehrere sensationelle Funde haben Knappheide in der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Dazu gehören ein sehr gut erhaltener Brunnen, der auf 400 – 450 Jahre v. Chr. datiert wird, und ein fränkisches Gräberfeld aus dem 6. bis 8. Jahrhundert.

Mehr über Knappheide

 

Umfang und Dauer

Der Abgrabungssee wird durch die Gemeindestraße Knappheide in einen südlichen und einen nördlichen Teil geteilt. Die Abgrabung im Norden wurde im April 2019 mit dem Hauptzweck des Biotop- und Artenschutzes abgeschlossen. Für die Entwicklung einer vielfältigen, arten- und individuenreichen Flora und Fauna werden hier verschiedene Ufer- und Flachwasserzonen geschaffen.

Hauptverwaltung für Deutschland

Die deutsche Hauptverwaltung von Teunesen empfängt regelmäßig Besucher. Die Kolpingsfamilie, Anwohner, Vertreter verschiedener Parteien und der Euregio Rhein-Waal, die Freiwillige Feuerwehr und der Schützenverein haben unter anderen das Gelände bereits besichtigt. Außerdem werden regelmäßig Grundschüler und Vorschulkinder in die Welt der Kies- und Sandgewinnung eingeführt.

Zukunft

Der südliche See ist letztlich als Erholungs- und Freizeitgebiet gedacht. Allerdings ist der Abbau hier noch nicht abgeschlossen, sodass beispielsweise die Pläne für ein Freibad, wie es sich die Gemeinde wünscht, erst zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden können.