Intelligenter nutzen

Der Bau von Wohn-, Geschäfts- und Bürogebäuden, Straßen und Brücken und benötigt große Mengen Sand und Kies. In den letzten Jahren wurden Baurohstoffe immer effektiver, intelligenter und bewusster genutzt. Durch Innovationen im Produktionsprozess und die Wiederverwendung von Rohstoffen. Übereinkommen zwischen Partnern in der Bauwirtschaft und staatliche Strategiepläne unterstreichen es: In der Sand- und Kiesindustrie ist die Kreislaufwirtschaft eine Selbstverständlichkeit.

Realistisch und ehrgeizig

Die niederländische und die deutsche Regierung möchten den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft beschleunigen. Im Grondstoffenakkoord (NL) und der Rohstoffstrategie (DE) geht man von einem verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen aus. Das bedeutet, dass möglichst viele Rohstoffe wiederverwendet werden. Wir erreichen dieses Ziel durch gemeinsame Innovation und Forschung und indem wir flexibel auf neue Erkenntnisse und Entwicklungen reagieren. Auch arbeiten innovative Köpfe bereits in der Entwurfsphase von Produkten mit Materialien, die Zyklus um Zyklus wiederverwendet werden können.

Regierung und Partner aus der Bauwirtschaft in den Niederlanden sind bestrebt, 20 Prozent des Bedarfs an Baurohstoffen durch Wiederverwendung und Recycling zu decken. Dieses Ziel wurde in einem Übereinkommen, dem  Nederlandse Betonakkoord, festgehalten. Es ist realistisch und ehrgeizig zugleich. Das niederländische Wirtschaftsinstitut für die Bauwirtschaft berechnete, dass mindestens 80 Prozent der Nachfrage vorläufig noch durch die Gewinnung primärer Baurohstoffe, wie Sand und Kies, gedeckt werden müssen.

Angebot und Nachfrage

Die Nachfrage nach Sand und Kies übersteigt das Angebot an Bauschutt und Abbruchmaterial bei weitem. Wenn 100 Prozent des „sauber“ verwendbaren Bauschutts und Abbruchmaterials wiederverwendet werden, können diese ungefähr 15-20 Prozent der primären Rohstoffe ersetzen. Darüber hinaus ist die Gewinnung von Sand und Kies notwendig, um im Sinne des Hochwasserschutzes Flüsse zu verbreitern und zusätzlich Natur- und Erholungsgebiete anzulegen.

Recycling neben Rohstoffgewinnung

Recyclingmaterial und primäre Rohstoffe müssen nicht als Konkurrenzprodukte, sondern als komplementäre Produkte betrachtet werden. Für einige Anwendungen wird Recyclingmaterial verwendet und in anderen Anwendungen kommen primäre Rohstoffe zum Einsatz. In einem Beitrag zum Symposium The Future of Sand des niederländischen Amts für Wasserwirtschaft (Rijkswaterstaat) erklärt Fred Snel, Hauptgeschäftsführer von Teunesen, welche Rolle die Sand- und Kiesgewinnung für die Kreislaufwirtschaft spielt.

Kreislauf bei Teunesen

Teunesen unterzeichnete den Betonakkoord, um zu signalisieren, dass das Unternehmen seinen Beitrag zur Förderung der Nachhaltigkeit in der Betonproduktion leisten möchte. Die Teilnahme an diesem Übereinkommen ermöglicht bereits in einem frühen Stadium den Zugang zu Informationen über Innovationen in der Betonproduktion, Wissen und Erfahrung. Gleichzeitig unterstreicht Teunesen hiermit seine Bereitschaft, sich an diesem Prozess zu beteiligen.

Das ist aber noch nicht alles. Teunesen hat eigene Einkaufskriterien eingeführt, die strenge Umweltanforderungen erfüllen. Wenn möglich, kauft das Unternehmen lokal ein, um Transport- und damit Umweltkosten zu sparen. Teunesen sucht weiterhin nach Möglichkeiten für eine nachhaltigere und effizientere Gewinnung von Sand und Kies. Darüber hinaus nutzt das Unternehmen Recycling-Möglichkeiten, wann immer diese zur Verfügung stehen, beispielsweise mithilfe von geschlossenen Wassersystemen in den  Gewinnungsgebieten. Unsere Anlagen nutzen das Wasser, mit dem Sand und Kies gewaschen werden, erneut.