„Wir begrüßen Naturliebhaber aus dem ganzen Land“

Franc (52) und Manon (21) Holthuysen führen gemeinsam das Restaurant De Diepen im Genneper Vorort Milsbeek. Das Restaurant ist Ausgangspunkt für Radfahrer und Wanderer, die es in das neue Naturgebiet De Diepen und das Koningsven zieht. Vater und Tochter Holthuysen bemerken es jetzt schon: die Zahl der Erholungsuchenden steigt schnell.

„Auch der Pieterpad und der Pilgerweg Walk of Wisdom sorgen für Zulauf“

Investieren ist einfacher geworden

Manon: „Wir stehen erst am Anfang. De Diepen ist nur ein kleiner Teil des neuen Koningsven. Und dennoch besuchen uns schon heute Naturliebhaber aus dem ganzen Land. Menschen, die ein wirkliches Interesse an der neuen Natur haben. Wir haben schon erlebt, dass jemand den ganzen Tag auf Knien herumkriecht und Fotos von den schönen Pflanzen in diesem Gebiet macht. Wir blicken auf De Diepen, eine weite und beeindruckende Landschaft. Und sie wird immer schöner. Wir haben hier zuvor noch nie einen Löffelreiher gesehen. Jetzt gibt es Dutzende davon.“

 

Franc: „Wir hatten das Glück, dass unser Restaurant an einem Wander- und Radweg-Knotenpunkt liegt. Der Pieterpad (niederländischer Fernwanderweg) und der Pilgerweg Walk of Wisdom sorgen ebenfalls für Zulauf. Alle diese Entwicklungen bedeuten, dass Investieren einfacher geworden ist. Die Natur von De Diepen und bald auch das Koningsven bieten neue wirtschaftliche Perspektiven. Wir fokussieren uns mehr und mehr auf Urlauber. Es stehen inzwischen zwei Blockhütten am Rande eines Naturteichs, in dem auch geschwommen werden kann. Die Hütten sind gut gebucht. Letztendlich sollen acht Blockhütten für gehobene Ansprüche und einige einfachere Wanderhütten entstehen. Langfristig werden wir acht Ferienwohnungen bauen. Zehn Wohnwagen- oder Wohnmobilstellplätze und ein großer Spielplatz komplettieren unser Angebot.”

Angefangen hat alles mit Eis und Süßwaren

Franc: „Vater und Opa Holthuysen haben vor mehr als 50 Jahren an dieser Stelle mit dem Verkauf von Eis und Süßwaren begonnen. Jetzt sind wir das Zentrum eines besonderen Naturgebiets, das vor allem durch Erdbau im großen Stil und die Gewinnung von Sand und Kies ermöglicht wird. Natürlich befürworten wir mit der Vereinigung Natuurmonumenten und Teunesen das Projekt. Wir haben ein gemeinsames Interesse: Die Realisierung eines großartigen Naturgebiets. Das gilt auch für die Gemeinde Gennep. Früher kamen fünf Beamte, um zu beurteilen, was möglich ist und was nicht. Heute sind Flexibilität und Mitdenken die neue Norm bei der Gemeinde.“

Franc und Manon: „Als Vater und Tochter sind wir glücklich, unsere Gäste jeden Tag zufrieden zu stellen. Wir sind Menschen aus der Praxis und lernen voneinander. Inzwischen wissen wir beispielsweise um die Bedeutung der Vermarktung über das Internet. Darüber hinaus bleiben wir vor allem realistisch. Kein zu großes Wachstum. Wenn die Restaurantterrasse voll ist, bedienen wir bereits mehr als 200 Gäste.“

Gibt es noch Wünsche? „Ja, es wäre schön, wenn uns die Einwohner von Gennep mehr entdecken würden. Noch zieht es sie etwas weiter in die Ferne, obwohl man das Leben auch hier vor der eigenen Haustür genießen kann. Wir laden sie herzlich ein.“